Wie das Aero Cockpit entstanden ist

-Von Kristoffer Visti Graae, Gründer

Anfang 2020 tauchten im Profi-Triathlon die ersten individuell geformten Carbon-Cockpits auf, und das weckte eine tiefere Neugier. Damals fuhr ich selbst professionell Rennen – und verbrachte viel zu viele Stunden damit, meine Doktorarbeit vor mir herzuschieben. Natürlich beschloss ich, dass ich diese Aero-Gewinne auch brauchte. Das allererste „Cockpit" war extrudierter Schaumstoff, passend zu meinen Unterarmen zugeschnitten und dann in Panzertape eingewickelt. Es funktionierte – so halbwegs. Frühe Versionen hatten eine große zentrale Stütze, aber nach mehreren Iterationen und einigen Aerotests im Velodrom verschwand dieser Klotz zugunsten eines schlankeren, flacheren Designs.

Dieses Setup war allein meines, bis ein deutlich schnellerer Trainingspartner eine Version davon beim Clash Daytona 2020 fuhr. Danach brach das Chaos aus. Plötzlich klebten alle und ihre Großmutter über ihre Aerolenker und schnallten Yogamatten an ihre Räder. Im nächsten Jahr stießen sowohl der Schaumstoff-und-Tape-Ansatz als auch meine Modellierfähigkeiten an ihre Grenzen. Also kaufte ich meinen ersten Desktop-3D-Drucker und begann, richtig zu iterieren. Beim Testen verschiedener Formen und beim Abgleich der Indoor-Aerotests mit Outdoor-Tests bei höheren Anströmwinkeln zeigte sich ein klarer Trend: Eine glatte, abgerundete Unterseite schlug kantigere Designs durchweg – ebenso wie getrennte, einzelne Extensions. Es ging aber nicht nur um reine Luftwiderstandswerte; Ergonomie und Verarbeitung wurden Schritt für Schritt besser. Erkennst du auch die verrückten Flaschenpositionen?

AeroGain startete 2024, das Aero Cockpit folgte 2025. Und wir sind noch nicht fertig. Wir verfeinern Form und Ergonomie weiter und jagen immer noch den nächsten aerodynamischen Gewinnen nach – denn genau darum geht es ja.

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